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Welche Utensilien braucht der Welpe wirklich?


Diese Frage stellt sich jeder zukünftige Hundebesitzer kurz bevor der Welpe abgeholt wird. Hier möchte ich Euch eine kleine Checkliste vorstellen, die Euch vielleicht hilft zu entspannen. 

CHICE HUNDEMATTEN 

Wir empfehlen davon erst einmal Abstand zu nehmen. Der Welpe hat spitze Zähne und mind. bis zum kojmpletten Zahnwechsel ein großes Bedürfnis alles anzunagen. Tun Sie sich selbst den Gefallen und geben Sie sich zu Beginn erst einmal mit alten Bettlaken und Sofadecken als Liegeplätze zufrieden. 

ALLTAGSGEGENSTÄNDE 

Für das Alltagsgeschehen benötigen Sie ein Halsband und eine Leine. Gerne können Sie auch ein Geschirr nutzen. Bedenken Sie jedoch, dass der Welpe permanent wächst und ein passendes Geschirr zu finden fast unmöglich ist. Und eins ist sicher: Ein schlecht sitzendes Geschirr ist ungesünder als jedes Halsband. 

SPIELSACHEN 

Auch Spielzeuge sind wichtig, damit der Hund weiß, an welchen Dingen er herum kauen darf. Da er alles kaputt beißen wird, legen Sie dafür noch nicht viel Geld an. Möglich ist auch, aus alten T-Shirts schmale Streifen zu schneiden und diese zu einem Zerrseil zu verknoten. 

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Einige Regeln für die Hundehaltung in der Familie und den Umgang mit fremden Hunden:  


Jeden Hund als individuelles Wesen betrachten!  

Jeder Hund ist anders. Die Rasse allein sagt nichts darüber aus, wie das einzelne Tier sich in bestimmten Momenten verhält. Ein gutes Auge für das Verhalten des Tieres hilft, kritische Situationen rechtzeitig zu erkennen.  

Fremden Hunden sollten sich Kinder wie Erwachsene generell vorsichtig nähern, denn jeder Hund hat seine Eigenarten und auch eigene Erfahrungen mit Kindern gemacht.  

Den Hund niemals ärgern! Augen, Ohren, Schnauze und Nase sind sehr empfindliche Stellen für den Hund.  

Manche Hunde mögen es nicht, wenn man diese Körperstellen streichelt, an ihnen zieht oder damit herumspielt.  

Einen Hund niemals beim Fressen stören! Hunde reagieren wie Jagdtiere: Wenn sie etwas zum Fressen haben, verteidigen sie ihre „Beute“. Jede Störung wird als Angriff erachtet.  

Der Hund verteidigt sein Futter, indem er knurrt und beißt. Patentrezepte gelten nicht! 

„Hunde, die bellen, beißen nicht“ - diese Regel ist falsch, bellende Hund schnappen auch zu. Kinder sollten lernen, die Gesamtsituation im Auge zu behalten, statt vermeintlichen Regeln blind zu vertrauen.  

Nicht Einmischen, wenn Hunde raufen! Hunde, die sich in die Haare kriegen, sind außer Rand und Band. Kinder sollten sich nicht in den Kampf einschalten, denn sie sind nicht stark genug, die Tiere auseinanderzubringen.  

Still halten, wenn ein Hund zuschnappt! Wenn ein Hund nach einem Kind schnappt, sollte sich das Kind möglichst still und ruhig halten und den Hund nicht anschauen. Reißt es die geschnappte Hand weg, dann verstärkt der Hund nur den Biss. Etwas, das sich nicht bewegt, wird für den Hund dagegen schnell uninteressant und er lässt davon ab.  

Fremde Hunde nur streicheln, wenn es der Besitzer erlaubt! Ein Hund, der z.B. vor einem Geschäft angeleint ist, darf nicht gestreichelt werden. Der Hundebesitzer sollte vorab immer gefragt werden. Kinder sollten sich fremden Hunden nur langsam von vorne nähern und warten, bis das Tier von selbst den Kontakt aufnimmt.  

Nicht vor Hunden weglaufen! Hunde laufen und jagen gerne; sie wollen ein davonlaufendes Kind schnappen. Deshalb: Stehen bleiben und sich vom Hund wegdrehen. Ein stehender, unbeweglicher Mensch wird für den Hund schnell uninteressant.  

Baby unterwegs? Den Hund vorbereiten! Wenn eine Geburt ansteht, ändern sich die Regeln im Haus - und das sollte der Hund schon mehrere Wochen vorher trainieren, damit er vorbereitet ist und das Baby nicht als Konkurrenz empfindet. Was der Hund lernen sollte: Spielerisches Beißen in menschliche Körperteile ist tabu; das Kinderzimmer darf nicht mehr oder nur auf ausdrückliche Einladung betreten werden; Kinderspielzeug ist kein Hundespielzeug. Wenn das Baby da ist: Den Hund niemals mit dem Baby allein lassen.  

Auch Kinder müssen Rücksicht nehmen! Schon ab dem frühesten Krabbelalter müssen Kinder lernen, dass der Hund nicht immer als Spielpartner bereit steht und im Haushalt einige Gegenstände zu finden sind, die nur für den Hund sind. Die Hundedecke oder der Korb sind ebenso wie das Hundespielzeug und der Futternapf für das Kind tabu.  

Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

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Es gibt so viele Hundebücher, aber nicht viele wirklich Gute!

Hier eine Auswahl die ich für gut befunden habe: (selbstverständlich erhalten alle Kursteilnehmer immer ein Handout zu ihrem Kurs zum Nachlesen) 

Wer nicht gleich ein ganzes Buch lesen mag, kann auch gern auf www.trainieren-statt-dominieren.de im Blog viele Themen nachlesen die zuhause gerade aktuell sind! 

  • „Verstärker Verstehen“ von Viviane Theby (- ein muss für jeden Hundehalter) 
  •  „Fit for Life: Was Welpen wirklich lernen müssen...“ Kynos Verlag  
  • ISBN-10 3942335964    
  • ISBN-13 978-3942335966 

  Zum Hundefüherschein benutzen wir dieses zur Vorbereitung

  • Leben mit Hunden- gewusst wie! vom Kynos Verlag 
  • ISBN 9783954640157 
  • Gymnastricks von Carmen (Heritier) Mayer vom Kynos Verlag 
  • Praxishandbuch Hundefitness vom Kynos Verlag, Carmen Heritier 
  • McConnells Erziehungskiste von McConnell, Patricia B.  
  • Die Hundegrundschule  Ein Sechs-Wochen-Lernprogramm von McConnell, Patricia B. & Moore, Aimee M.  ISBN 978-3-938071-49-6 Preis: 19,90 EUR  

 

  • Das große Spielebuch für Hunde; von Christina Sondermann 
  • Die Hunde-Uni - Schlaue Aufgabe für schlaue Hunde von Theby, Viviane  ISBN 978-3-938071-64-9 Preis: 16,90 EUR 

 

  • Aus dem Canimos Verlag die Buchreihe in Altersunterscheidung von 3-14 jährige Kinder! Verstehen, Staunen, Trainieren, Entdecken 
  • Impulskontrolle - Wie Hunde sich beherrschen lernen von Ariane Ullrich 
  • Das Klugscheisser - Hundebuch 
  • Das Klugscheisser Hundebuch - Sport

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Man muss den im Nacken packen und schütteln!  

Das ist wohl so ziemlich das, was Junghundehalter am häufigsten zu hören bekommen, wenn sie sich erlauben zu berichten, was ihr Hund denn nun wieder Schreckliches angestellt hat! Wenn der Hund knurrt, eine Hose kaputt macht, die Katze jagt oder Pipi ins Wohnzimmer macht, Nackenschütteln tut Wunder! Diese These kann ich nur unterstützen, sie tut Wunder! Zuerst wundern Sie sich über den schlimmen Hund! dieser hängt sich gerade an Ihrem Bein fest und beknabbert mit ganzem Körpereinsatz alles was ihn davon abzuhalten versucht. meistens sind das Hände! Nein, er hat NICHT verstanden, dass er das nicht darf, denn er MUSS erst lernen wie fest er beißen darf und dass Menschen empfindlicher sind! Sie haben aber Schmerzen und sind sauer!! Da sich „Rambo“ aber nicht seinen Spaß verderben lässt und es ihm vielleicht sogar noch mehr Spaß macht, wenn Sie so schön mit vollem Körpereinsatz das nette Spielchen mitspielen, platzt Ihnen der Kragen! Irgendwo hat jeder diesen besagten Satz aufgeschnappt und kurz entschlossen wenden Sie ihn an. den Nackenschüttler...das ultimative Rezept gegen aufsässige und aggressive Hunde! Spätestens JETZT wundert sich auch Rambo! Nicht weil Sie so überaus souverän und überlegt den Hund zum Nachdenken gebracht haben und er seine Taten bereut und Fehler eingesteht.nein. dieser hat nämlich ein instinktives Beuteverhalten in seinen Genen vererbt bekommen und aus denen geht hervor, dass ein Beutetier Tot geschüttelt werden muss! Es ist eine humane Art eine Beute zu töten, indem sie an einem Genickbruch sterben lässt! Etwas stärkere Tiere werden evtl. bewusstlos. Ich nehme nicht an, dass Sie vorhatten Ihren Welpen zu töten aber Ihr Welpe könnte durchaus davon ausgehen! Etwas sensiblere Hunde können dadurch traumatisiert werden, etwas „härtere“ Typen wagen es, sich zu wehren! Wenn SIE so unfair sind kann er das auch und beginnt erneut zu zwicken, beißen und zu knurren! Ja.Gute Frage, was kommt jetzt? Ihren „Trumpf“ haben Sie bereits verspielt.Was tun Sie jetzt???  

Mit der Nase ins Häufchen stecken, dann merkt der sich das!  

Der Hund ist ein Nasentier und somit ist die Nase der empfindlichste Teil, den er hat! Nun sind einige „Experten der Hundeerziehung“ der Meinung, wenn ein Welpe oder auch ein Junghund (bei älteren Hunden kommt es eben nur seltener vor) in die Wohnung macht, dann muss er dafür bestraft werden! Ok, Herrchen ist dann sauer, es stinkt, es muss geputzt werden und peinlich ist es auch! Anstatt sich zu überlegen, WARUM „Karli“ denn noch immer in die Wohnung macht und sich zu überlegen wie man das auf vernünftige Art und Weise ändern könnte, wird der Hund geschnappt und mit der Nase ins Häufchen oder Pipi gedrückt! Da hat einen Vorteil, das gebe ich zu! Herrchen ist jetzt weniger wütend, da er es dem Karli ordentlich gezeigt hat, wie widerlich Häufchen in der Wohnung sind. Bei Karli ist allerdings was anderes passiert. Es gibt viele verschiedene Gründe warum ein Hund in die Wohnung macht, das geht von „noch nicht gelernt“ bis hin zum „Protestpinkeln“, aber einen Grund hat es IMMER! Welpen sind eigentlich ab der 3. Woche stubenrein! Noch bei Mama ist diese, bis zu einem Alter von 20 Tagen, für die Sauberhaltung des Wurfes verantwortlich. Darüber hinaus schafft sie es nicht mehr und die Welpen gehen 1-2 Meter hinaus um sich zu lösen! Das geht aber in einer Wohnung nicht, da der Welpe keine Chance hat sich zu entfernen! Also schließt er daraus, dass es für ihn keine Möglichkeit gibt, seine Exkremente dorthin zu setzen, wo es ihm angenehm ist und er gibt sozusagen auf! Er kann nicht hinaus, sich nicht zurückziehen und ist natürlich noch nicht in der Lage lange aufzuhalten! Also lässt er es laufen. Das kann man verhindern, indem man den Welpen gut beobachtet. Wenn dieser unruhig wird, sollte er sofort raus! Ich könnte mir aber vorstellen, dass Menschen die ihren Karli ins Häufchen stecken, nicht gerade begeistert sind, wenn sie ihren Hund beobachten sollen und das auch noch ziemlich genau! Das macht Arbeit, das kostet Zeit und außerdem soll der Hund „nur“ sauber sein, funktionieren also! Diesen Menschen wünsche ich eine Autobahnfahrt mit Durchfall und dann keine Möglichkeit sich zu lösen. Wenn es in die teueren Sitze geht, kommen sie nach Hause und dann kommt der Partner, der sich die Schweinerei ansieht und OHNE zu überlegen gibt es einen Griff und der Duchfall geplagte hängt mit seinem eigenen Riechorgan in seiner...! Ob er jetzt wohl froh ist, nicht so eine feine und ausgeprägte Nase zu haben wie Karli?  

Mit rohem Fleisch kann man Hunde aggressiv machen!  

Ich hab keine Ahnung wie dieses Gerücht mal aufgekommen ist und ich habe auch nichts darüber gefunden.Leider! Aber eines ist sicher, es ist definitiv ein Ammenmärchen!!! Das einzige was passiert, wenn Hunde mit zuvielem rotem Fleisch ernährt wird, ist, dass er sehr kräftig wird und sein Bewegungsbedarf steigt. Ganz klar bei den Reserven! Rotes Fleisch ist extrem eiweißhaltig und das muss Hund auch erstmal abbauen. Vielleicht ist es so, dass er sich durch den erhöhten Bewegungsdrang mehr auf andere Hunde einlässt, vermehrt spielt oder vermehrt rauft, einfach um seinen Energieüberschuss loszuwerden. Eine andere Idee habe ich nicht. ich ernähre meinen Hund seit 10 Jahren mit rohem Fleisch. Ich barfe! Bisher hat er weder meine Katzen, die Kindergruppen oder meine Nachbarn angegriffen. Sie erfreuen sich alle bester Gesundheit!  

Der hat noch Welpenschutz!  

Diesen Spruch kennt sicher jeder, der schon mal mit Hunden spazieren war! Meistens steht man dann da verlegen, je nach dem welcher Hund gerade „Welpenschutz“ hat, der eigene oder der fremde. Wenn man anfängt zu erklären, aufklären möchte, mit dem Mist, der immer noch dahergeredet wird, ein für alle mal Schluss machen möchte, könnte man glatt verzweifeln! Es klappt nicht, man kommt gegen diese hartnäckigen Argumente wie: „der ist doch noch ein Welpe, große Hunde dürfen keinen Welpen beißen, Welpen dürfen alles, Hündinnen nehmen Welpen an“ usw. Einfach nicht an! Wie sieht es aber nun aus mit dem Welpenschutz, gibt es ihn wirklich? Ja, es gibt ihn wirklich! Wir orientieren uns mal an einem Wildrudel, welches in einem Gebiet lebt, wo es im Laufe des Jahres immer mal zu Futterknappheit in Form von Mangel an Beutetieren kommt Die ranghohe Hündin hat nun ihren Wurf geboren und kümmert sich rührend darum! Innerhalb dieses Rudels gibt es Babysitter, die den Welpen auch bei Abwesenheit der Mutterhündin Sicherheit vermitteln sollen. Meistens sind das weibliche Tiere, und diese Tiere akzeptieren tatsächlich eine Art Welpenschutz ihrer Schutzbefohlenen. Allerdings auch nur bis zu einem gewissen Grad und Alter, dann ist Schluss mit Lustig! Fremde Welpen, evtl. von einem Nachbarrudel leben in Gefahr von der ranghöchsten Hündin tot gebissen zu werden. Klar, sie möchte ihre eigenen Welpen durchbringen und bei Nahrungsknappheit reicht es nicht für alle, also müssen fremde Fresser weg! Rüden sehen das nicht so eng...es könnten ja ihre Welpen sein, aber verlassen kann man sich darauf nicht. Auch bei unseren Haushunden ist dieser Überlebensinstinkt noch vorhanden, obwohl sie bereits kastriert sind und evtl. noch nie Welpen bekommen haben! Wenn Sie jetzt mit ihrem Welpen in den Park gehen, glauben Sie wirklich, dass diese Hündin weiß, dass sie kastriert ist, keine Welpen mehr bekommen kann und es eh genug Nahrung gibt? Sie KÖNNTE einfach mit diesen und zahlreichen anderen Welpen leben, ohne Einschränkungen, aber die genetische Veranlagung und der Instinkt sagen ihr noch immer „Meine Nachkommen sind wichtiger“! Das bedeutet, es gibt einen Welpenschutz, aber NUR innerhalb eines Rudels. Parkhunde sind KEIN Rudel!  

Die machen das unter sich aus!  

Kennen Sie das? Auffällig ist, dass es immer die Besitzer größerer Hunde sind, die diese Meinung vertreten! Nach dem Motto " Meinem passiert ja nix“ wiegen sie sich in Sicherheit und können der Situation gelassen zusehen. Natürlich gehört es zum normalen Hundeverhalten, dass auch mal gerauft wird, kein Thema! Bei „normal“ veranlagten Rüden ist es eher so, dass sie Schaukämpfe veranstalten. Das bedeutet, sie raufen, knurren und schnappen, aber ohne sich wirklich dabei zu verletzen oder gar Tötungsabsichten zu haben! Allerdings geht die These nicht auf, sobald ein Rüde dazwischen ist, der aufgrund irgendwelcher Erlebnisse, Krankheiten oder anderer Besonderheiten nicht in den Genuss gekommen ist, die Rangordnungsphase bei Mama, Geschwistern oder wenigstens anderen Hunden verbringen zu dürfen. Dieser kennt nicht die hundlichen Regeln, den anderen nicht zu verletzen oder gar zu töten! Er kämpft mit Allem was er hat, ohne Skrupel dieses auch einzusetzen. Kann man es ihm verdenken? Schließlich weiß er nicht mal, dass der Gegner evtl. diese Regeln beherrscht und fair kämpft. Mein Hund kennt die Regeln, ich habe ihm die Chance gegeben sie zu lernen, aber wenn ich sehe, dass er sie nicht einhält ( was ich noch nie bemerkt habe) oder bemerke, dass der andere sie nicht kennt, nicht einhält, dann bin ich dazwischen!!! Und wenn Herrchen oder Frauchen meinen: „die machen das unter sich aus“ werde ich richtig sauer, weil man alleine, als Mensch, hat man bei größeren Hunden kaum eine Chance hat!  

Der muss auch so hören, ich kann doch nicht mein Leben lang mit Leckerlis rumlaufen!  

Eine weit verbreitete Meinung, die auch von vielen Hundetrainern noch unterstützt wird. Wenn man dann nachfragt, warum keine Leckerlis verwendet werden, kommt meist die Aussage:" Das gibt es im Rudel auch nicht!“ Ja, das sehe ich auch so! Ich habe auch noch nie gehört, dass im Rudel Welpen mit Leckerlis belohnt werden für artiges Sitzen oder Kommen! Der Unterschied ist nur, wir leben nicht mehr wild!!! Ich MUSS auch eine Leine für meinen Hund benutzen. Ich MUSS mein Futter kaufen gehen, ich kann es nicht mit dem Hund zusammen jagen. Ich MUSS meinen Hund zu Hause allein lassen, er kann nicht überall hin mitgenommen werden. Aber wenn es um die Belohnung für den Hund geht...dann klappt das auf einmal nicht, weil das im Rudel auch nicht so ist! Warum Leckerlis, ist eigentlich ganz einfach zu erklären. Ein Hund handelt erfolgsorientiert! Das bedeutet, er lernt zu unterscheiden, welches Verhalten sich lohnt und welches sich nicht lohnt! Verhaltensweisen die nicht erfolgreich sind, werden auch nicht verstärkt. Wichtig ist dabei zu beachten, dass es für den HUND erfolgreich sein muss und das ist nicht zwangsläufig das Gleiche, was wir Menschen als erfolgreich einstufen würden. Nehmen wir das Ziehen an der Leine. Auf den ersten Blick sieht das nicht sehr erfolgreich aus. Der Hund bekommt schlecht Luft, muss die ca. 70Kg Mensch hinter sich herziehen und so richtig „Spaß" hat er auf dem Spaziergang, der schließlich „Highlight“ des Tages ist, auch nicht! Wie sieht der Hund das Ganze? Endlich raus aus der langweiligen Wohnung, ist es halt so, dass „Mensch“ an der lästigen Leine mit dran hängt. Warum „Mensch“ nicht jagen geht, versteht „Hund“ sowieso nicht und wieso „Mensch“ sich nicht für die Hinterlassenschaften anderer Hunde und andere markante Duftpunkte interessiert, ist ihm auch schleierhaft! Nun gut, jetzt geht’s raus und um so viel wie möglich von der Welt da draußen mit zu bekommen, wird erstmal gezogen. Dass die Leine nicht wirklich länger wird, weiß jeder Hund nach kurzer Zeit, aber was meist klappt, ist, dass „Mensch“ einen Schritt schneller läuft! Schließlich gibt es viel zu erledigen in der so knapp bemessenen Zeit und kein Hund geht spazieren des Spazierens wegen! Es muss abgecheckt werden wer hier und dort war, wo welche Hündin läufig ist, welche Richtung der Hase eingeschlagen hat und. Wenn der Mensch einen Schritt schneller geht LOHNT sich das Verhalten schon! Also, warum dieses erfolgsorientierte Verhalten nicht umsetzen und für uns einsetzen? Wir verschenken wichtige Ressourcen wenn wir auf der Meinung beharren, der Hund muss das tun, weil wir das wollen! Lernen funktioniert am besten, wenn es positiv belegt ist. Das kennt jeder, der schon mal eine Prüfung ablegen musste, die Konzentration in Zusammenhang mit dem Druck fällt schwer. Leckerlis = Futter = Satt = wohliges Gefühl, keine Existenzangst = freies Lernen möglich! Wenn Sie jetzt der Meinung sind, ihr Hund müsste nicht mehr belohnt werden, wenn er Übungen ausführt, die er bereits kann, frage ich Sie: Sie gehen auch jeden Morgen zur Arbeit. Diese können Sie auch, möchten Sie jetzt keinen Lohn mehr haben???   

Junghunde die zuviel Fleisch bekommen werden zu hoch!  

Gerade Menschen, die ihre Hunde gesund und artgerecht ernähren wollen, werden immer wieder mit diesem Satz konfrontiert! Da wird was von Eiweißgehalt und Knochenwachstum erzählt, und zum Schluss wird der Hund durch Fleischfütterung größer als „normal“! DAS IST NICHT MÖGLICH! Die Endgröße eines Tieres ist genetisch festgelegt, ob der Hund nun viel oder wenig zu fressen bekommt, wirkt sich nicht auf die Endgröße aus! Richtig ist, dass Hunde, die ständig Futter zu Verfügung haben, schneller wachsen können und ihr vorgegebenes Endgewicht früher erreichen können. Dazu kommt noch, dass der Eiweißgehalt in Fleisch geringer ist, als der Eiweißgehalt in Trocken- oder Nassfutter! Der Proteinanteil im Fleisch liegt in der Regel bei 20-25%. Die meisten Trockenfuttersorten haben einen wesentlich höheren Proteingehalt. Was auch noch eine große Rolle spielt, ist die Verdaubarkeit der Proteine . Diese liegen beim Trofu bei ca. 90% beim Frischfutter, zwischen 33% bei Knochen und bis zu 98% bei Muskelfleisch. Die Menge der zur Verfügung stehenden Proteinanteile bei der Fleischfütterung ist also schwankend und nicht immer gleich hoch bei jeder Mahlzeit.  

Ein kastrierter Rüde ist nicht so aggressiv!  

Ein fataler Irrtum, der schon manchem Rüden die Bällchen gekostet hat! Ich verstehe natürlich, wenn man mit seinem Hund nur Stress hat, weil der sich nur mit anderen prügelt, den Nachbarn nicht in Ruhe lässt, die Katze auf den Baum jagt und sogar seinen Napf verteidigt!!! Wenn ich mir die Zahlen der Kastraten ansehen, komme ich wirklich ins Überlegen, ob das Gehirn vielleicht in den Hoden sitzt. Wie sonst sollte man auf den Gedanken kommen, Körperteile abzuschneiden damit sich ein Verhalten ändert??? Jetzt kommt der Aufschrei! „Klar, ändert sich, das, er Hund hat dann keinen Trieb mehr und wird ruhiger!“ Ja! das stimmt! Allerdings NUR wenn das Verhalten durch einen übersteigerten Sexualtrieb ausgelöst wurde! Eine Konzentrationsschwierigkeit aufgrund läufiger Hündinnen ist NORMAL! Aggressivität gegenüber anderen Rüden, in Verbindung mit einer läufigen, oder kürzlich läufigen Hündin, ist NORMAL! Sollte der Rüde mit einem dauererregtem Glied umher rennen, alles und jeden besteigen und auch nichtläufige Hündinnen belästigen, ist über eine Kastration nachzudenken. In allen anderen Fällen ist eine Verhaltensänderung nicht durch Amputation zu erreichen! Hier muss eine konsequente Erziehung und Ausbildung, evtl. Verhaltenstherapie erfolgen. Abschneiden weil es einfacher ist und man sich Unannehmlichkeiten erspart ist nicht fair und tierschutzrelevant!  

Mein Hund muss nichts können, der darf Hund sein!  

Ja, wie schön für den Hund und vor allem für das Umfeld! Was heißt denn überhaupt „er muss nichts können“? Sicher wird damit gemeint, Sitz, Platz, Fuß und Bleib?! Ok, das muss er nicht wirklich können, richtig! Interessant ist aber, WAS lernt der Hund stattdessen? Nur weil er den Grundgehorsam nicht erlernen muss, warum auch immer, bedeutet das ja nicht, dass er NICHTS lernt! Ich versichere Ihnen: ER LERNT! In jeder Minute, in jeder Sekunde und wenn Sie die Zeit nicht nutzen, dann lernt er eben das was sich anbietet. Kläffen am Gartenzaun ist sehr beliebt, an der Leine ziehen bis Frauchen sich jede Leiter erspart, da der Arm so lang ist, dass er auf dem Boden schleift. es können auch wunderbar andere Hunde angemacht werden, denn man ist an der Leine, hat Herrle hinter sich und nichts zu befürchten! Abgeleint wird Hund eh nie, da er ja nicht hört und somit nicht zurückkommt! Vom Löcherbuddeln abgesehen, kann auch Couchzerfetzen sehr entspannend sein. Ist nur die Frage für wen! Ich finde es außerdem unfair! Jedes Lebewesen hat ein Recht auf Lernen und so ein intelligentes und hochsoziales Tier künstlich dumm zu halten und damit auszuschließen, dass es in seiner, ihm auf erzwungener Umwelt zu Recht kommt, ist grausam! Ich habe Mitleid mit den kleinen und großen Schoßhündchen die sich nicht entwickeln dürfen, ihre Fähigkeiten nicht ausbilden und schon gar nicht nutzen können. Meistens entsprechen sie ganz genau dem Kindchenschema und damit sind sie verdammt, ihre 13-15 Jahre ein dummes, niedliches Hündchen zu sein! 

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